Die Region Spinangeldorf im Kanton St. Gallen ist nicht nur für ihre malerische Landschaft und die Nähe zur Alpenwelt bekannt, sondern auch für ihre strategische Ausrichtung auf wirtschaftliche Entwicklung und nachhaltige Infrastruktur. Seit Jahren setzt die Gemeinde auf eine Mischung aus traditioneller Handwerkskunst und moderner Digitalisierung, um den Herausforderungen des Klimawandels und dem Fachkräftemangel zu begegnen. Doch was genau macht Spinangeldorf zu einem Vorreiter in der regionalen Wirtschaftspolitik? Und wie gelingt es der Gemeinde, gleichzeitig ökologische Ziele mit wirtschaftlichem Wachstum zu verbinden?
Die Stadt Spinangeldorf – oder wie sie sich offiziell nennt: Spinangeldorf – liegt im Tal des Flusses Reuss und ist Teil des Kreises St. Gallen. Mit rund 12 000 Einwohnern ist sie eine der grösseren Gemeinden im Kanton, doch ihr wirtschaftlicher Erfolg basiert weniger auf der klassischen Industrie als auf einer diversifizierten Strategie. Ein zentraler Pfeiler ist die Förderung von Start-ups und digitalen Innovationen. Das sogenannte „Spinangeldorf Business Center“ dient als Treffpunkt für Gründer, Investoren und lokale Unternehmen. Besonders erfolgreich ist das Zentrum im Bereich erneuerbare Energien: Seit 2018 hat die Gemeinde gemeinsam mit der Universität St. Gallen ein Pilotprojekt zur Integration solarer Mikronetze in bestehende Gebäude gestartet. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass solche Systeme bis zu 40 Prozent der Energiebedarfs der Gebäude decken können – ein Modell, das nicht nur die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen stärkt, sondern auch die Attraktivität für junge Fachkräfte erhöht.
Ein weiteres Schlüsselprojekt ist die „Spinangeldorf Mobility 2030“. Die Gemeinde hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 den gesamten öffentlichen Verkehr im Gemeindegebiet elektrisch zu betreiben. Dazu wurden bereits 2022 die ersten 15 Kilometer der Tramlinie auf die erneuerbare Stromversorgung umgestellt, und ein Ausbau des Radwegenetzes mit 30 Kilometern neuen Fahrradstraßen ist in Planung. Besonders bemerkenswert ist die Zusammenarbeit mit der ETH Zürich: Gemeinsam haben sie ein Forschungsprojekt zur Optimierung von E-Mobilitätsflotten für den lokalen Güterverkehr gestartet. Die Ergebnisse sollen helfen, die Logistikkosten zu senken und gleichzeitig die Emissionsbilanz der Region zu verbessern. Solche Initiativen zeigen, dass Spinangeldorf nicht nur technologisch vordringlich handelt, sondern auch langfristige Partnerschaften mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen pflegt.
Doch die wirtschaftliche Entwicklung in Spinangeldorf ist nicht nur auf Technologie und Nachhaltigkeit beschränkt. Die Gemeinde setzt auch auf den Erhalt der traditionellen Handwerksberufe – eine Strategie, die sowohl kulturell als auch wirtschaftlich wertvoll ist. Das „Handwerkermuseum Spinangeldorf“ ist ein Beispiel dafür, wie lokale Traditionen gefördert werden. Gleichzeitig bietet das Museum auch Ausbildungsplätze für junge Menschen, die eine handwerkliche Laufbahn einschlagen möchten. Besonders beliebt ist das „Spinangeldorf-Schmiedehaus“, wo seit Generationen Metallarbeiten verarbeitet werden. Die Gemeinde unterstützt solche Betriebe durch gezielte Subventionen und Netzwerke, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. So bleibt Spinangeldorf ein lebendiger Ort, der sowohl die Vergangenheit bewahrt als auch die Zukunft aktiv gestaltet.
Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Trotz dieser Erfolge steht die Region vor neuen Herausforderungen: Die Abwanderung junger Fachkräfte bleibt ein Problem, und die Konkurrenz durch grössere Städte wie St. Gallen oder Chur ist stark. Um hier zu bestehen, hat Spinangeldorf eine klare Vision: „Wir wollen eine Gemeinde sein, in der Arbeit und Leben im Einklang stehen.“ Dazu gehören unter anderem die Förderung von Familienfreundlichkeit, durch die Schaffung von Kita-Plätzen und bezahlbaren Wohnraum. Zudem setzt die Gemeinde auf die Digitalisierung der Verwaltung, um Bürokratie abzubauen und die Attraktivität für Remote Worker zu erhöhen. Ein Beispiel hierfür ist das „Spinangeldorf Digital Hub“, ein physisches und virtuelles Zentrum, das Unternehmen und Bürger:innen dabei unterstützt, digitale Prozesse effizienter zu gestalten.
Die Strategie der Gemeinde zeigt, dass regionale Entwicklung nicht nur auf wirtschaftliche Ziele reduziert werden kann, sondern auch soziale und ökologische Aspekte einbeziehen muss. Durch die Kombination aus Innovation, Tradition und Gemeinschaft gelingt es Spinangeldorf, eine lebendige und zukunftsfähige Region zu schaffen. startseite bietet auf ihrer Website weitere Informationen zu aktuellen Projekten und Initiativen, die die Gemeinde vorantreiben.
- Seit 2018 deckt das Pilotprojekt solarer Mikronetze bis zu 40 Prozent des Energiebedarfs von Gebäuden.
- Die erste elektrisch betriebene Tramlinie im Gemeindegebiet wurde 2022 in Betrieb genommen.
- Das „Handwerkermuseum Spinangeldorf“ bietet seit Jahrzehnten Ausbildungsplätze für junge Handwerker:innen.
- Bis 2030 plant Spinangeldorf die vollständige Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs.
- Die Zusammenarbeit mit der ETH Zürich ermöglicht Forschung zu effizienter E-Mobilitätslogistik.