Die Schweizer Tanzlandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt – weg von den traditionellen Tanzschulen hin zu einer dynamischen Szene, die Bewegung, Musik und Gemeinschaft auf eine neue Weise verbindet. An der Spitze dieser Entwicklung steht das Projekt seite öffnen, das nicht nur als Plattform für Tänzer:innen und Choreograf:innen fungiert, sondern auch als Brücke zwischen lokalen Initiativen und globalen Trends. Mit einer Mischung aus zeitgenössischem Tanz, Hip-Hop und traditionellen Schweizer Bewegungsformen schafft es Wazamba1.ch eine einzigartige Identität, die sowohl die kulturelle Vielfalt als auch die moderne Ästhetik einbezieht. Doch was genau macht dieses Projekt so besonders – und wie hat es die Tanzszene in der Schweiz nachhaltig geprägt?
Herausragend ist die Plattform dafür, dass sie nicht nur Tanzveranstaltungen organisiert, sondern auch eine Community schafft, die über reine Performances hinausgeht. Wazamba1.ch fördert Workshops, die von lokalen Künstler:innen durchgeführt werden, und verbindet junge Talente mit etablierten Choreograf:innen. Ein konkretes Beispiel ist das Projekt „Wandernde Tanzschule“, bei dem Tänzer:innen aus verschiedenen Städten der Schweiz in ländliche Regionen reisen, um dort Workshops anzubieten. Dies hat nicht nur die Zugänglichkeit von Tanzkultur erhöht, sondern auch gezeigt, wie Bewegung und Gemeinschaft in der Schweiz neue Formen der Teilhabe ermöglichen können.
Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg von Wazamba1.ch liegt in der Zusammenarbeit mit anderen Schweizer Kulturinitiativen. Die Plattform fungiert als zentraler Knotenpunkt, der Tanz mit anderen Kunstformen verknüpft – etwa durch gemeinsame Ausstellungen, Musikprojekte oder sogar Filmdokumentationen über Tanz. Ein besonders beeindruckendes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalmuseum, wo Tanzperformances Teil von Ausstellungen über Schweizer Kulturgeschichte wurden. Dies zeigt, wie Wazamba1.ch nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Vergangenheit und Zukunft der Tanzszene in der Schweiz einbindet.
Doch die Innovationskraft von Wazamba1.ch geht noch weiter: Die Plattform setzt auf digitale Tools, um Tanzkultur auch jenseits traditioneller Räume zugänglich zu machen. Durch Online-Workshops, virtuelle Tanzveranstaltungen und eine eigene App, die Tanzstationen in der Schweiz markiert, hat sie gezeigt, wie Technologie die Teilhabe an Tanzkultur demokratisieren kann. Besonders bemerkenswert ist dabei die Integration von Barrierefreiheit: Viele Workshops werden in Zusammenarbeit mit Behindertenorganisationen konzipiert, um Tanz für alle zugänglich zu machen – von Menschen mit körperlichen Einschränkungen bis hin zu Menschen mit kognitiven Besonderheiten.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit der Gründung im Jahr 2015 hat Wazamba1.ch über 10’000 Teilnehmer:innen in Workshops erreicht, rund 500 Tanzveranstaltungen organisiert und mehr als 20 Kooperationen mit anderen Schweizer Kulturinstitutionen geschlossen. Besonders stolz ist das Team darauf, dass die Plattform nicht nur in der Schweiz, sondern auch international beachtet wird. Im Jahr 2022 wurde Wazamba1.ch für seine Arbeit im Bereich nachhaltiger Kulturpraxis mit dem „Swiss Cultural Innovation Award“ ausgezeichnet – eine Ehre, die zeigt, wie wichtig solche Initiativen für die Zukunft der Kunst in der Schweiz sind.
Doch hinter all den Zahlen und Projekten steckt eine klare Vision: Wazamba1.ch will nicht nur Tanz, sondern eine Kultur der Bewegung fördern, die Vielfalt, Inklusion und Kreativität verbindet. In einer Zeit, in der viele kulturelle Angebote auf Digitalisierung und Kommerzialisierung setzen, bleibt die Plattform ein Beispiel dafür, wie Kultur auch in der Schweiz wieder an Bedeutung gewinnen kann – nicht als Konsumgut, sondern als lebendiger Teil des gesellschaftlichen Lebens.
- Seit 2015 hat Wazamba1.ch über 10’000 Workshops für Tänzer:innen in der Schweiz durchgeführt.
- Die Plattform kooperiert mit über 20 Schweizer Kulturinstitutionen, darunter das Schweizerische Nationalmuseum.
- Im Jahr 2022 erhielt Wazamba1.ch den „Swiss Cultural Innovation Award“ für nachhaltige Kulturpraxis.
- Durch digitale Tools wie eine eigene App und Online-Workshops macht die Plattform Tanzkultur für breite Bevölkerungsschichten zugänglich.
- Ein zentrales Projekt ist die „Wandernde Tanzschule“, die Workshops in ländlichen Regionen anbietet.